Reading Time: < 1 minute

Welche Einsparpotenziale bieten wärmere Winter?

Servicefahrzeug mit Werkzeugausstattung bei Arbeiten an einem Gebäude im Winter

Die Wintermonate in Deutschland werden statistisch betrachtet immer milder. Laut Messdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war die Wintermitteltemperatur zuletzt im 15. Jahr in Folge ungewöhnlich hoch. Was bedeutet das für das Flottenmanagement?

Für Fuhrparks ergeben sich durch mildes Wetter konkrete Einsparpotenziale, da klassische Winterrisiken statistisch seltener auftreten:

1. Einsparungen bei Betriebsmitteln und Winterausrüstung

  • Deutlich weniger Frostschutzmittel: Durch die abnehmende Zahl an Frosttagen sinkt der Verbrauch von Scheibenfrostschutzmitteln im gesamten Fuhrpark deutlich. Große Vorratslagerungen im Herbst sind daher meist nicht mehr wirtschaftlich.
  • Geringerer Bedarf an Verbrauchsmaterialien: Ausgaben für Enteisungssprays, Türschlossenteiser oder Schneeketten (außer bei Fahrten in alpine Regionen) können auf ein Minimum reduziert werden.

2. Geringere Heiz- und Energiekosten auf dem Betriebshof

  • Heizkosten für Fahrzeughallen: Wenn Nutzfahrzeuge, Busse oder sensible Transportgüter nachts frostfrei gelagert werden müssen, reduzieren die milderen Außentemperaturen den Heizenergiebedarf von Werkstätten und Depots messbar.
  • Effizientere Vorklimatisierung von Elektrofahrzeugen: Das winterliche Vorklimatisieren am Ladepunkt benötigt bei moderaten Temperaturen um 5 °C deutlich weniger Strom aus dem Netz als bei anhaltendem, starkem Frost.

3. Reduzierter Aufwand beim betrieblichen Winterdienst

  • Weniger Streumittel und Personaleinsatz: Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, Betriebshöfe und Zuwege schnee- und eisfrei zu halten. Durch das Ausbleiben lang anhaltender Schneedecken in tiefen Lagen reduzieren sich die Kosten für Salz und Granulat sowie die Bereitschaftshonorare für Winterdienstleister.

4. Einsparungen durch Ganzjahresreifen (saisonale Flexibilität)

  • Wegfall von Wechselkosten bei Stadtflotten: Für reine Kurzstrecken- und Stadtflotten (z. B. urbane Lieferdienste) lohnt sich der klassische Reifenwechsel zweimal pro Jahr häufig nicht mehr. Moderne Ganzjahresreifen können bei den gemessenen Durchschnittstemperaturen in vielen Regionen ausreichen, wodurch Werkstattkosten und Standzeiten entfallen können.
  • Längere Lebensdauer von Winterreifen: Müssen zwingend Winterreifen genutzt werden, verschleißen sie während der kürzeren Kälteperioden weniger auf trockenem Asphalt, vorausgesetzt, die Flotte reagiert flexibel und setzt die weichen Wintermischungen nicht bis weit in ein warmes Frühjahr hinein ein.

5. Weniger witterungsbedingte Ausfallzeiten (Downtime)

  • Verzögerungen im Betriebsablauf nehmen ab: Eingefrorene Dieselleitungen, im Verkehrschaos gestrandete Fahrzeuge oder über Nacht entladene Starterbatterien treten seltener auf. Der Fuhrpark bleibt im Winter verlässlicher einsatzbereit, wodurch sich teure Ausfallzeiten minimieren lassen.

 

Wo schlummern Einsparpotenziale in Ihrem Fuhrpark?
Nicht nur beim Winterbetrieb lohnt sich ein genauer Blick auf die Kosten. Holman unterstützt Sie dabei, Optimierungspotenziale entlang Ihres gesamten Fuhrparks zu identifizieren und nachhaltig zu nutzen.
Jetzt mehr über unser Fuhrparkmanagement erfahren.

 

 

Quellenangaben:
Deutscher Wetterdienst. (2026, 28. Februar). Deutschlandwetter im Winter 2025/26. Deutscher Wetterdienst.
https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2026/20260228_deutschlandwetter_winter%2025-26_news.html

Volkswagen Financial Services. (o. D.). Flotte winterfest machen. Volkswagen Financial Services.
http://www.vwfs.de/geschaeftskunden/magazin-flotte/fuhrpark/flotte-winterfest-machen-sommer.html

TransPair. (o. D.). Wintercheck Fuhrpark. TransPair.
https://www.transpair.net/post/wintercheck-fuhrpark


Verwandte Ressourcen

Weitere Nachrichten, Einblicke und Entwicklungen aus der Branche.