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Fahrzeugbeschaffung – was Fuhrparkverantwortliche jetzt wissen sollten

a traffic jam on a busy street

Lieferschwierigkeiten, Engpässe, Preisschwankungen – der Beschaffungsbereich gilt seit der Corona-Pandemie als das Problemkind im Flottenmanagement. Wie sieht die aktuelle Lage aus? Müssen sich Fuhrparkverantwortliche auch in den kommenden Monaten wieder auf einen wilden Ritt in Sachen Fahrzeugbeschaffung und Supply Chain einstellen? Unser Holman Experte für das Thema Vehicle Supply Chain Stefan Stierl gibt einen Einblick nach seiner Einschätzung – und Tipps, was Flottenmanager jetzt tun sollten.

Seit Jahren werden unsere Kunden immer mal wieder mit langen Lieferzeiten und Engpässen konfrontiert, die die Fahrzeugbeschaffung zur Herausforderung machen. Wie ist die aktuelle Lage aus Expertensicht?

„Aus unserer Perspektive liegt das Schlimmste hinter uns – das merken die Marktteilnehmer, die Verbraucher und wir. Die Liefersituation hat sich im Allgemeinen auf ein stabiles Vor-Corona-Niveau verbessert. Gerade im Bereich der E-Fahrzeuge hat es eine signifikante Verbesserung gegeben. Aber natürlich kommt es vereinzelt noch zu leichten Verzögerungen. Insgesamt können wir aber sagen, dass die Lieferzeiten herstellerübergreifend wieder auf einem normalen Level sind. Das macht allen Beteiligten – zumindest in dieser Hinsicht – das Leben leichter. Aber natürlich gilt es nach wie vor bei der Fahrzeugbeschaffung, zahlreiche Fallstricke zu vermeiden. Denn üblicherweise sind von der Bedarfsermittlung über die Finanzierung und Ausstattung bis hin zur Auslieferung unterschiedlichste Dienstleister beteiligt, auf die Sie keinen direkten Einfluss haben. Da muss man ganz genau hinsehen.“

Wie sollten Fuhrparkmanager handeln, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben?

„Es galt und gilt immer, die Lieferzeiten in der Beschaffungsplanung, gerade in der Ersatzbeschaffung, im Auge zu behalten. Es ist sicherlich auch in einer entspannteren Situation hilfreich, den Beschaffungsprozess etwas früher anzustoßen, um auf eventuelle Störungen in der Lieferkette entsprechend rechtzeitig reagieren zu können. Ich denke nicht, dass wir je wieder nach dem Motto „Das wird schon“ agieren können, wie es in der Zeit vor der Corona-Pandemie manchmal in der Branche üblich war. Damit auch bei Störungen alles gut läuft, beraten wir unsere Kunden von der Analyse der optimalen Finanzierungsstrategie über die Bedarfsermittlung bis hin zur schlüsselfertigen Fahrzeugübergabe – alles aus einer Hand. Bei Nutzfahrzeugen können neben der Beschaffung zum Beispiel Ein- oder Aufbauten und Beklebungen dazukommen. Da will man ja nicht für jeden Handschlag einen individuellen Dienstleister haben.“

Welche Herausforderungen oder Chancen ergeben sich aus dieser neuen Situation für einen Flottenspezialisten wie Holman?

„Wir bei Holman stehen beim Beschaffungsprozess vor ähnlichen Herausforderungen wie unsere Kunden. Deswegen verhalten wir uns genauso, wie wir es Kunden empfehlen. Wir informieren sie zum Beispiel rechtzeitig über die Ersatz-/Nachfolgebeschaffung und ziehen Bestellzeiträume nach vorne. Einen Vorteil haben wir als gut vernetzter Fuhrparkmanager mit einigen Jahren Erfahrung in der Branche: Da wir gute Kontakte in Herstellerkreise haben, erhalten wir manche Informationen ein wenig früher. So können wir sehr schnell reagieren und uns geräuschlos an Veränderungen anpassen.“

Haben Sie einen Tipp für unsere Kunden, wie sie sich in der Fahrzeugbeschaffung Luft verschaffen können, wenn es mal nicht nach Plan läuft?

„Als Chance für unsere Kunden sehen wir das Thema Langzeitmiete. Durch die Miete von Fahrzeugen über bestimmte Zeiträume zu einem wettbewerbsfähigen Preis können entsprechende Lieferzeiträume oder Lieferverzögerungen effektiv ausgeglichen werden. Der größte Vorteil: Es kann sehr schnell eine Ersatzmobilität hergestellt werden. Dazu braucht man allerdings eine entsprechende Infrastruktur. Die haben wir. Durch unser bewährtes Partnernetz für die Langzeitmiete können wir immer auf sofort verfügbare Fahrzeuge zurückgreifen und unsere Kunden mit Fahrzeugen versorgen.“