Die Fachzeitschrift Autoflotte hat ein lesenswertes Fuhrpark-Portrait zum Thema digitale Optimierung von Handwerksflotten veröffentlicht.
Es ist eher selten, dass der Fokus beim Thema Digitalisierung auf kleinere Nutzflotten gerichtet wird, meist stehen große Unternehmen im Rampenlicht. Und das zu Recht: Das deutsche Handwerk hebt den digitalen Schatz bislang kaum. Die Autoflotte zitiert dazu eine Umfrage unter mehr als 3.000 Transporter-Fahrern und Fuhrparkmanagern in Europa und den USA. Das Ergebnis: Nur rund ein Drittel weiß, wie sich bereitgestellte Fahrzeugdaten effizient nutzen lassen, bei kleinen Unternehmen sind es sogar nur zehn Prozent.
Das sind ernüchternde Zahlen. Aber was machen diese zehn Prozent? Wie sieht eine Benchmark im Handwerksbereich aus? Das Portrait des Bonner Heizungs- und Sanitärbetriebs Walbrück war für uns als Nutzflottenspezialist besonders interessant. Wie nutzt das über 100 Jahre alte Familienunternehmen mit rund 20 Servicefahrzeugen das Potenzial vernetzter Fahrzeuge? Auskunft erteilt bereitwillig Christian Domke. Der digitale Flottenmanager ist – wie bei Handwerksfirmen üblich – nicht aus der IT, sondern ein Meister und Abteilungsleiter. Er übernahm 2022 das Flottenmanagement einfach zu seiner zusätzlichen Arbeit und sammelt seitdem mit Leidenschaft die Daten „seiner“ Flotte.
Diese Daten kann er auf dem XXL-Monitor in seinem Büro kontrollieren, aber eigentlich reicht auch sein Mobiltelefon für die Analyse. Relevante Daten für ihn sind: Tankstand, Kilometerstand, Fehlermeldungen oder Wartungshinweise. „Das wichtigste Tool ist für mich aber die Live-Karte, um zu sehen, wer wo unterwegs ist“, sagt er. Soll ein Mitarbeiter spontan zu einem Notfallkunden, lässt sich auf der Karte schnell erkennen, welcher Monteur am nächsten ist. Ein echter Gewinn im Tagesgeschäft.
Bis es bei jedem so gut läuft wie bei der Firma Walbrück, ist es ein weiter Weg. Nicht nur die Mitarbeiter müssen überzeugt werden, sondern auch eine Strategie erarbeitet und die richtigen Fahrzeuge und Ausstattungen beschafft werden: Telematikboxen, OBD-Dongle, mobile Tracker, Beschleunigungssensor, Tankkarten, Tachometer-Integration und bei Bedarf Temperatursensoren für Kühl- oder Gefrierfahrzeuge. Wenn dann die Daten vorliegen, hat das natürlich auch Folgen für die Beschaffung: Welche Fahrzeuge mit den gleichen Eigenschaften sind vielleicht effizienter als die bestehende Flotte? Wie muss ein Fahrzeug idealerweise ausgestattet sein? All das erfordert ein kompetentes Supply Chain Management.
Diese Anforderungen im Supply Chain Management gelten auch außerhalb der Telematik. Auch hier ist die Frage: Wie bekomme ich das richtige Fahrzeug, zur richtigen Zeit, mit der richtigen Ausstattung und für das optimale Budget? Wer im Flottenmanagement arbeitet weiß, dass diese Fragen manchmal nicht einfach zu beantworten sind. Andererseits: Das Nachdenken lohnt sich. Sie sparen Zeit und Geld. Und mit der richtigen Strategie können Sie sich entscheidende Wettbewerbsvorteile verschaffen.
Sie müssen den Prozess nicht alleine starten: Wer die Effizienz seiner Flotte steigern will, kann sich dabei von unserem Holman Supply Chain-Team unterstützen lassen. Unsere Plattform verknüpft Fahrzeugbestellung, Auf- und Umbau, Folierung, Logistik und Auslieferung auf einer zentralen Lösung – damit von Telematik bis Einbauten alles zusammenpasst. Auch bei Handwerkerflotten wie die von Christian Domke.
Quellenangabe:
Hommen, M. (2025, 25. November). Flottenmanagement im Handwerk: Wie Vernetzung hilft und spart. Autoflotte. https://www.autoflotte.de/fuhrparkwissen/fuhrparkportraits/flottenmanagement-im-handwerk-wie-vernetzung-hilft-und-spart-3739042 autoflotte.de